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Privatschulen Vorreiter bei der Ganztagsschule - KMK-Statistik: Fast 40 Prozent haben Ganztagsangebot

Frankfurt am Main. Privatschulen bleiben in Deutschland Vorreiter beim Ausbau von Ganztagsschulangeboten. Das geht aus einer aktuellen Statistik der Kultusministerkonferenz (KMK) hervor. Demnach gab es im Schuljahr 2005/06 an 38,1 Prozent der Schulen in freier Trägerschaft Ganztagsangebote (789 so genannte Verwaltungseinheiten, keine Angaben für Bremen, Hessen und Niedersachsen).



Bei staatlichen Schulen waren es im gleichen Zeitraum 27,6 Prozent. Ein Fünftel (20,1 Prozent) aller Privatschüler nahm ein solches Ganztagsangebot war; an staatlichen Schulen waren es nur 14,8 Prozent der Schüler.

 

Für den Geschäftsführer des Bundesverbandes Deutscher Privatschulen e.V. (VDP), Christian Lucas, sind diese Zahlen wenig verwunderlich: „Ganztägige Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebote sind eine Erfindung des freien Schulwesens. Schon vor über hundert Jahren erkannten einfallsreiche Privatschulpädagogen die Vorteile vorschulischer und schulischer Ganztagsangebote.“ Zu diesen Vorteilen zählt Lucas unter anderem die besseren Möglichkeiten für Früherkennung, gezielte Förderung, individuelle Betreuung, Integration und die Stärkung sozialer Kompetenzen. „Nicht zu vergessen: In den Einrichtungen mit ganztägigen Betreungsformen steht ganz einfach auch mehr Zeit für Bildung und Erziehung zur Verfügung“, so Lucas.

Der VDP tritt daher für ein dichtes Netz vorschulischer und schulischer Ganztagsangebote ein. „Eine Pflicht zur Wahrnehmung dieses Angebotes darf jedoch nicht bestehen, da das Grundgesetz dem im Sinne des Kindeswohls ausgeübten Elternrecht in Artikel 6 einen hohen Rang beimisst“, erläutert der VDP-Geschäftsführer. „Das Angebotsnetz sollte so gestaltet sein, dass in allen Schularten für alle Kinder und Jugendlichen in zumutbarer Entfernung vom Wohnort der Besuch einer Ganztagseinrichtung möglich ist.“ In diesem Zusammenhang kritisiert Lucas, dass freie Schulträger bei der Förderung von Ganztagsangeboten in manchen Bundesländern benachteiligt werden: „Einige Landesregierungen beteiligen sich nicht an den Personalkosten für die Ganztagsbetreuung mit der Begründung, dass Ganztagsschulen kein Schulangebot seien, sondern nur ein Betreuungsangebot. Die staatlichen Ganztagsschulen dagegen werden voll finanziert.“

Seine Positionen zum Thema Ganztagsschule hat der VDP bereits 2003 in einer Stellungnahme zusammengefasst(www.privatschulen.de/images/stories/PDF/stellungn_ganztags .pdf). Die Statistik der KMK findet sich ebenfalls im Internet: www.kmk.org/statist/ganztag.htm

 

Verantwortlich für den Inhalt: Martin Kunze, Pressesprecher

VDP - Bundesverband Deutscher Privatschulen e. V.
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Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. vertritt freie Bildungseinrichtungen im allgemein bildenden und berufsbildenden Schulbereich sowie in der Erwachsenenbildung und im tertiären Bereich (Fach-/Hochschulsektor). Der 1901 gegründete Verband bindet seine Mitglieder weder weltanschaulich noch konfessionell oder parteilich. Zusammen mit den beiden konfessionellen Privatschulverbänden, dem Bund der freien Waldorfschulen und der Vereinigung Deutscher Landerziehungsheime bildet der VDP die Arbeitsgemeinschaft Freier Schulen.


 
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