Ihnen zur Seite standen erfahrene Schulentwickler und Medienexperten aus Deutschland, den Niederlanden und Schweden, die ihre Expertise in die Diskussion einbrachten. Fazit der Veranstaltung: Auf Grundlage der erarbeiteten Ergebnisse werden die Teilnehmer in kleinen Teams ihre Visionen zu tragfähigen Konzepten für Freie Lernorte ausbauen.
Die Ganztagsschule bietet vielfältige Möglichkeiten, schulisches Lernen grundlegend zu erneuern. Auch für den Medieneinsatz ergeben sich große Potenziale. Freie Lernorte ermöglichen ein selbstgesteuertes, individuelles Lernen, aber auch einen Austausch und ein gemeinsames Arbeiten und sind damit eine Alternative zum herkömmlichen Klassenraum. Die an dem Projekt "Freie Lernorte - Raum für mehr" teilnehmenden Schulen verfügen bereits über gute Ansätze. Die Veranstaltung in Hofheim war daher als "Zukunftswerkstatt" konzipiert: Ziel war es, über den Austausch und die Zusammenarbeit aller Beteiligten kreative und innovative Lösungen zu finden. Moderiert wurde die Veranstaltung von dem Erziehungswissenschaftler Prof. Dr. Olaf-Axel Burow von der Universität Kassel, der Experte auf dem Gebiet kreativer Gruppenprozesse ist. "Veranstaltungen wie diese sind ein Modell für eine moderne Lernkultur, denn hier beraten sich die Teilnehmer gegenseitig und nutzen ihre vorhandenen Potenziale", betonte Burow.
Hans Ahlenius von der international renommierten Futurum-Schule in Bålsta/Schweden zeigte in seinem Impulsreferat auf beeindruckende Weise auf, welche Erfolge mit neuen Raum- und Unterrichtskonzepten zu erzielen sind. "Es ist wichtig, mit Visionen zu beginnen. In Deutschland sind oftmals die Strukturen noch zu unflexibel", betonte Ahlenius, hob zugleich jedoch hervor: "Aber innovative und zukunftsweisende Beispiele, das zeigt diese Veranstaltung überdeutlich, gibt es auch hier."
Große Zufriedenheit zeichnete die Stimmung bei den Teilnehmern aus: "Ich
finde es großartig, sich mit Kollegen aus allen Bundesländern und aus allen
Schulformen auszutauschen. Dadurch entsteht ein sehr großer Erfahrungsschatz,
der der schulischen Praxis nachhaltig zugute kommt", so Petra Thümmel von der
IGS Grünthal in Mecklenburg-Vorpommern.
Insgesamt 19 verschiedene Projektideen sind auf der Hofheimer Veranstaltung
entwickelt worden. In schulübergreifenden Teams werden sich die Teilnehmer nun
daran machen, die vielseitigen Konzepte u.a. für Bibliotheken, Leseecken und
Methodenkompetenzcenter am konkreten Praxisbedarf auszurichten. Beim nächsten
Erfahrungsaustausch im Sommer in Stralsund werden dann die weiteren
Entwicklungsschritte zu begutachten sein.
Für das Schuljahr 2006/07 sucht Schulen ans Netz e. V. bis zum 31.03.06
bundesweit weitere 30 Ganztagsschulen für die Teilnahme am Projekt "Freie
Lernorte - Raum für mehr". Gemeinsam mit den bereits am Projekt beteiligten
Schulen sollen Konzepte zum selbstständigen Lernen mit Medien an Freien
Lernorten entwickelt werden.
Weitere Informationen zur Ausschreibung und zur Bewerbung unter www.freie-lernorte.de.
Schulen ans Netz e. V. ist eine Initiative des
Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Telekom
AG. Freie Lernorte - Raum für mehr: Anknüpfend an das
Investitionsprogramm der Bundesregierung "Zukunft Bildung und Betreuung" (IZBB)
begleitet und unterstützt das Projekt ca. 60 Ganztagsschulen verschiedener
Schulformen aus dem gesamten Bundesgebiet bei der Umsetzung neuer Konzepte des
selbstständigen Lernens mit neuen Medien an so genannten Freien Lernorten.
www.schulen-ans-netz.de
www.freie-lernorte.de
Schulen ans Netz e. V.
Presse- und
Öffentlichkeitsarbeit
Loggia am Stadthaus
Thomas-Mann-Str. 4
53111
Bonn
Deutschland
Postanschrift:
Postfach 17 01 85
53027 Bonn
Deutschland
Tel: + 49 (0)228 910 48 - 275
Fax: + 49 (0)228 910 48 -
1275
presse@schulen-ans-netz.de
www.schulen-ans-netz.de


Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren





