Nachrichten Service Rubriken Grundschule Sek. I Sek. II Förderschulen Sonstiges Shop

Schulempfehlungen - Der Anfang vom sozialen Abstieg! / Über 70% der Schulempfehlungen bei Legasthenikern und Dyskalkulikern sind falsch

Es ist dieses Jahr erneut alarmierend, dass Kinder mit einer Legasthenie / Lese- und Rechtscheibstörung oder einer Dyskalkulie / Rechenstörung aufgrund ihrer Teilleistungsstörung eine Schulempfehlung erhalten, die deutlich unter ihrer Begabung liegt. Der BVL -Bundesverband Legasthenie und Dyskalkulie e.V. bekommt aktuell wieder eine Vielzahl von Anfragen betroffener Eltern, die um Unterstützung bitten, damit ihrem Kind nicht durch eine falsche Schulempfehlung die Zukunft verbaut wird.



 Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL, macht deutlich: "Die angebliche
Zensurengerechtigkeit, die bei uns in Deutschland immer noch das Maß aller Dinge ist, erfasst
ohnehin nicht das wirkliche Leistungspotential unserer Kinder. Kommt dann noch bei einem
Kind eine Teilleistungsstörung wie Legasthenie oder Dyskalkulie hinzu, müssen Eltern
massiv kämpfen, damit ihr oftmals überdurchschnittlich begabtes Kind nicht auf der
Hauptschule landet." Die Bildungsforschung in Deutschland zeigt, dass rund 25 Prozent der
Gymnasiasten und Realschüler eine Empfehlung für die nächst niedrigere Schulform haben.
Deshalb bedarf es am Ende der Grundschulzeit einer möglichst guten Einschätzung darüber,
welche Schulart kurz- und mittelfristig zum Erfolg führen wird und dies gilt ganz besonders
bei Kindern mit Lernbehinderungen.


"Bei Legasthenikern und Dyskalulikern, sofern sie überhaupt in der Schule erkannt werden,
gehen die Pädagogen meist davon aus, dass sie den Anforderungen einer Realschule oder
eines Gymnasiums nicht gewachsen sind, ungeachtet ihrer allgemeinen Begabung. Dass eine
Unterforderung aber meistens noch schlimmer als eine Überforderung ist, dürfte hinreichend
bekannt sein", betont Christine Sczygiel. Der BVL fordert die Schulen und die Lehrer erneut
auf, betroffenen Schülern nicht ihre Zukunft mit einer falschen Schulempfehlung zu verbauen,
sondern sie zu fördern und zu stützen und sie wohlwollend zu begleiten. Statt diese Kinder
auf Hauptschulen oder im schlimmsten Fall auf Förderschulen zu schicken, sollten die
Gymnasien und Realschulen diese Schüler unterstützen. Legastheniker und Dyskalkuliker
haben bei guter Förderung und wirksamen Nachteilsausgleichen eine gute Chance, einen
erfolgreichen und begabungsgerechten Schulabschluss zu erreichen.

 


"Wenn in Deutschland, trotz rückläufiger Geburtenzahlen und immer mehr Schulabgängern
ohne Schulabschluss so unverantwortlich mit dem Wettbewerbsfaktor Bildung umgegangen
wird, dann werden wir im internationalen Vergleich immer weiter nach hinten abschlagen.
Das kann und darf doch nicht das Ziel unserer Bildungspolitik sein!" so Sczygiel. Die
Forderungen des BVL zur Chancengleichheit von Schülern mit Teilleistungsstörungen finden
sie auf der Homepage www.bvl-legasthenie.de
Freies Bildmaterial unter www.bvl-legasthenie.de , Rubrik PRESSE

 


Pressekontakt:
Simone Wejda, Geschäftsführerin BVL
Tel: 0931-46 76 76 4 Fax: 0931-46 76 76 5
Email: gf@bvl-legasthenie.de Website: www.bvl-legasthenie.de

 

 


 
 Diese Seite per Email weiter empfehlen  ·   Druckversion
 · 
 Newsletter abonnieren

 


Bestellen Sie gleich hier Ihren Newsletter:
Ihr Name:

Ihre Emailadresse:


Produkte aus unserem Shop:
Lebenskrisen als Chance zum Neubeginn
Anzeige
Beamtendarlehen
Anzeige
Anzeige
Naturamed
Anzeige
steuertipps.de
Copyright © 2007 TeachersNews
Hosted by Oberdieck Online GmbH       an den Seitenanfang springen