Christine Sczygiel, Bundesvorsitzende des BVL, macht deutlich: "Die
angebliche
Zensurengerechtigkeit, die bei uns in Deutschland immer noch das
Maß aller Dinge ist, erfasst
ohnehin nicht das wirkliche Leistungspotential
unserer Kinder. Kommt dann noch bei einem
Kind eine Teilleistungsstörung wie
Legasthenie oder Dyskalkulie hinzu, müssen Eltern
massiv kämpfen, damit ihr
oftmals überdurchschnittlich begabtes Kind nicht auf der
Hauptschule
landet." Die Bildungsforschung in Deutschland zeigt, dass rund 25 Prozent
der
Gymnasiasten und Realschüler eine Empfehlung für die nächst niedrigere
Schulform haben.
Deshalb bedarf es am Ende der Grundschulzeit einer
möglichst guten Einschätzung darüber,
welche Schulart kurz- und
mittelfristig zum Erfolg führen wird und dies gilt ganz besonders
bei
Kindern mit Lernbehinderungen.
"Bei Legasthenikern und Dyskalulikern, sofern sie überhaupt in der
Schule erkannt werden,
gehen die Pädagogen meist davon aus, dass sie den
Anforderungen einer Realschule oder
eines Gymnasiums nicht gewachsen sind,
ungeachtet ihrer allgemeinen Begabung. Dass eine
Unterforderung aber
meistens noch schlimmer als eine Überforderung ist, dürfte
hinreichend
bekannt sein", betont Christine Sczygiel. Der BVL fordert die
Schulen und die Lehrer erneut
auf, betroffenen Schülern nicht ihre Zukunft
mit einer falschen Schulempfehlung zu verbauen,
sondern sie zu fördern und
zu stützen und sie wohlwollend zu begleiten. Statt diese Kinder
auf
Hauptschulen oder im schlimmsten Fall auf Förderschulen zu schicken, sollten
die
Gymnasien und Realschulen diese Schüler unterstützen. Legastheniker und
Dyskalkuliker
haben bei guter Förderung und wirksamen Nachteilsausgleichen
eine gute Chance, einen
erfolgreichen und begabungsgerechten Schulabschluss
zu erreichen.
"Wenn in Deutschland, trotz rückläufiger Geburtenzahlen und immer mehr
Schulabgängern
ohne Schulabschluss so unverantwortlich mit dem
Wettbewerbsfaktor Bildung umgegangen
wird, dann werden wir im
internationalen Vergleich immer weiter nach hinten abschlagen.
Das kann und
darf doch nicht das Ziel unserer Bildungspolitik sein!" so Sczygiel.
Die
Forderungen des BVL zur Chancengleichheit von Schülern mit
Teilleistungsstörungen finden
sie auf der Homepage www.bvl-legasthenie.de
Freies Bildmaterial unter www.bvl-legasthenie.de ,
Rubrik PRESSE
Pressekontakt:
Simone Wejda, Geschäftsführerin BVL
Tel: 0931-46 76
76 4 Fax: 0931-46 76 76 5
Email: gf@bvl-legasthenie.de Website: www.bvl-legasthenie.de

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