Die Vorgehensweise dabei ist wie folgt:
- Mutter oder Vater und Kind suchen sich ein dem Alter des Kindes angemessenes Buch aus. Dazu eignen sich Kinderbücher aber auch Gedichte, Kurzgeschichten oder kleine Berichte.
- Der Elternteil liest die Geschichte zunächst langsam und laut vor – das Kind versucht, anhand der wichtigsten Schlagwörter im Text, das Lesen der Mutter oder des Vaters zu verfolgen und den Text inhaltlich zu verstehen.
- Nun lesen Mutter/Vater und Kind den Text ein- oder zweimal gemeinsam langsam und laut.
- Zuletzt liest das Kind den Text alleine laut vor.
Die Zeitspanne von 15 Minuten pro Tag sollte – vor allem zu Beginn eines derartigen Trainings – nicht überschritten werden. Die Aufmerksamkeit – gerade bei legasthenen/lese-rechtschreibschwachen Kindern – lässt schneller nach als bei anderen Kindern. (Auch für junge Englischlerner gibt es übrigens “Lesestoff” von Penguin Readers auf dem Level “Easystarts”, die auch meist über deutsche Buchhandlungen bestellt werden können. Hier der Link zum Katalog.)
Klicpera/Gasteiger-Klicpera und Schabmann (2007, S. 116) empfehlen im Zusammenhang mit Paired Reading ebenfalls, dass die Eltern mit dem Kind ein Signal (z.B. ein Klopfen mit dem Finger auf den Tisch) abmachen: So kann das Kind beim alleinigen Vorlesen auf Fehler aufmerksam gemacht werden, ohne dass der Lesefluss grob unterbrochen wird. In diesem Zusammenhang wird auch darauf hingewiesen, dass die Eltern im Rahmen dieser Methode bewusst viel loben sollten: “Die Eltern sorgen in erster Linie dafür, dass den Kindern das Lesen Spaß macht.” (Klicpera/Gasteiger-Klicpera/Schabmann 2007, S. 116)
In diesem Artikel verwandte Fachliteratur
Klicpera, Christian/Gasteiger-Klicpera, Barbara/Schabmann, Alfred (2007): Legasthenie. Modelle, Diagnose, Therapie und Förderung. München: Reinhardt.
Shaywitz, Sally (2003): Overcoming Dyslexia. New York: Random House.
Der Blog „Legasthenie/LRS und Englisch als Fremdsprache“
beschäftigt sich damit, wie Lehrkräfte und Experten mit dem Thema in Unterricht und Förderung umgehen können. Autor David Gerlach möchte mit dem Blog alle Interessenten, LehrerInnen und Betroffene zum Austausch und zur Diskussion einladen in der Hoffnung, dass wir allen unseren legasthenen und lese-rechtschreibschwachen Kindern und Mitbürgern eine Hilfe sein können.
Dies gilt insbesondere auch in der für viele legasthene Kinder zu Beginn noch so spannenden und motivierenden Fremdsprache Englisch.
Sie finden den Blog unter http://www.legasthenie-englisch.de


Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren



