Diese soll nachweisen, dass das Kinderfernsehen nicht die Wurzel allen Übels
ist und nicht jede negative Entwicklung eines Kindes schlichtweg auf den
TV-Konsum zurückzuführen ist, berichtet der Guardian. Richard Deverell, Leiter
des Bereichs Kinderfernsehen bei der BBC, zeigt sich skeptisch gegenüber dem
Wahrheitsgehalt vieler Studien, die das Fernsehen für Depressionen, Diabetes
und Krebserkrankungen verantwortlich machen.
Es gebe keinen monokausalen Zusammenhang zwischen TV und bestimmten
Erkrankungen, heißt es auch vom Internationalen Zentralinstitut für Jugend- und
Bildungsfernsehen (IZI) http://www.br-online.de/jugend/izi in Bayern. Dennoch sei
nachgewiesen, dass Vielsehen besonders Kindern unter sechs Jahren tatsächlich
schadet. "Eine aktuelle US-Studie (pressetext berichtete: http://www.pte.at/pte.mc?pte=070508034 ) hat zum Beispiel
gezeigt, dass Kinder, die vor ihrem dritten Geburtstag täglich mehr als drei
Stunden ferngesehen haben, in der Schule schlechter abschneiden. Vielsehen im
Alter von drei bis fünf Jahren geht zudem einher mit einer Verschlechterung der
Leistungen in Mathematik", sagt Maya Götz, Leiterin des IZI, auf Nachfrage von
pressetext. Der Schritt der BBC, sich für das Kinderfernsehen einzusetzen, sei
nachvollziehbar und zu begrüßen. Immerhin habe ein öffentlich-rechtlicher
Sender - auch in Deutschland - die Aufgabe, einen Bildungsauftrag zu erfüllen
und davon dürfe man auch die Kinder nicht ausschließen.
"Es gibt auch sehr gute Formate. Wir untersuchen die Fernsehlandschaft zudem nicht nach Zahlen und Marktdaten, sondern fragen vielfach bei den Kindern nach, was gut ankommt, was sie mögen und was ihnen wichtig ist", erklärt das IZI seine Aufgabe gegenüber pressetext. Bei der BBC zeigt man sich nun bemüht darum, genauer zwischen Ursache und Zusammenhang in Bezug auf Kinderfernsehen und die Entwicklung der jungen Generation zu unterscheiden. Laut Deverell kann nicht allein das Fernsehen schuld an allem sein. Dennoch zeigt er sich offen und will zunächst die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Studie abwarten und dann entsprechend reagieren. "Die BBC sieht durchaus ihre Verantwortung. Wenn es einen Beweis für das Unheil des Kinderfernsehens geben sollte, werden wir daran arbeiten", so Deverell.
Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Claudia Zettel
email:
zettel@pressetext.com
Tel.
++43-1-81140-314

Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren





