In aller Regel bestehen solche Videosequenzen aus nur wenigen Sekunden Filmmaterial. Dargestellt bzw. dokumentiert werden darin immer wieder Akte brutaler Körperverletzung und Tötung – von der Vergewaltigung bis hin zur grausamen Hinrichtung. Warum Gewaltdarstellungen im Internet Kinder und Jugendliche „faszinieren“ und welche psychischen Auswirkungen der Konsum solcher Videos hat, ist noch weitgehend unerforscht. Hinweise belegen allerdings, dass Gewaltdarstellungen von Kindern ab etwa zwölf Jahren im Rahmen von Mutproben genutzt werden und unter Jugendlichen – nach dem Fernsehen – für viel Gesprächsstoff sorgen. Obwohl (oder gerade weil) diese „Sites“ im Regelfall in Deutschland indiziert, also verboten sind und daher nicht beworben werden dürfen, werden die Adressen per Mund-zu-Mund-Propaganda weiterverbreitet. Betroffen sind Kinder und Jugendliche aller Bildungsgrade. Da fast drei von fünf Jugendlichen heute über ein Handy mit multimedialen Fähigkeiten, wie integrierte Kamera, etc. verfügen, können Darstellungen so genannter „Snuff“- und „Happy-Slapping“-Videos rasch zum Massenphänomen werden.
Bei Mobiltelefonen mit aktivierter „Bluetooth“-Schnittstelle kann der Empfang solcher Video- und Bilddarstellungen dabei im geringen Umkreis auch ganz unbeabsichtigt erfolgen, wodurch Kinder und Jugendliche unvorbereitet mit Gewaltdarstellungen konfrontiert werden. Häufig wissen Lehrer und Eltern von der Existenz solcher Videos und Bilder nichts. Hinzu kommt, dass bei jugendlichen Nutzern häufig kein Unrechtsbewusstsein besteht. So können sich Jugendliche ab 14 Jahren schnell strafbar machen, wenn sie Videos und Bilder mit pornografischen oder gewaltverherrlichenden Inhalten Personen unter 18 Jahren zugänglich machen.
http://www.polizei-beratung.de/vorbeugung/jugendkriminalitaet/gewa ltvideos_auf_schuelerhandys/


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