Die Behörde für menschliche Befruchtung und Embryologie (HFEA) in London erteilte am Mittwoch dem umstrittenen Verfahren ihre Zustimmung. Wissenschaftler der Newcastle University und des King's College in London können nun im November einen Antrag zur Anwendung dieses Verfahrens prüfen lassen.
Mit der Methode könnten neue Therapien zur Behandlung von Krankheiten wie Parkinson und Alzheimer entwickelt werden, argumentieren die Forscher. Kritiker meldeten hingegen ethische Bedenken an.
Es erscheint auf den ersten Blick ein bisschen abstoßend, aber man muss verstehen, dass wir nur sehr, sehr wenig genetische Information der Kuh verwenden", sagte Lyle Armstrong von der Newcastle University dem britischen Sender BBC. Es solle kein "seltsamer Kuh-Mensch-Hybrid" geschaffen, sondern die bessere Nutzung menschlicher Stammzellen ermöglicht werden.
Da der Großteil der tierischen DNA in der Eizelle vor dem Einsetzen menschlichen Erbguts entfernt wird, entsteht ein weitgehend menschlicher Embryo, aus dem Stammzellen zur Forschung gewonnen werden können. Die Forschung will so den Mangel an verfügbaren menschlichen Eizellen ausgleichen. Chinesische Forscher hatten das Verfahren bereits 2003 erfolgreich angewendet.
Quelle: RP-Online
http://www.rp-online.de:80/public/article/aktuell es/wissen/gesundheit/476898

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