Der Bericht gibt für den Zeitraum vom 1. Juli 2002 bis zum 31. Dezember 2003 einen Überblick über die Erfahrungen bei der Prüfung und Genehmigung von Anträgen auf Einfuhr und Verwendung menschlicher embryonaler Stammzellen zu Forschungszwecken. Demnach sind bisher fünf Anträge genehmigt worden. Außerdem gibt der Bericht den Stand der internationalen Forschung mit verschiedenen Arten von Stammzellen wieder.
Nach den Daten des Berichts ist die Forschung mit Stammzellen ein rasch expandierendes Forschungsgebiet mit hohem medizinischen Anwendungspotenzial insbesondere in der regenerativen Medizin. Durch diese Forschung werden gegenwärtig sowohl mit embryonalen als auch mit adulten Stammzellen neue und wichtige Erkenntnisse gewonnen.
Obwohl sich die Stammzellforschung derzeit noch überwiegend im Bereich der Grundlagenforschung bewegt, bietet sie mittelfristig die Perspektive für einen neuen Behandlungsansatz zur Wiederherstellung funktionsgestörter Gewebe und Organe.
In Zukunft könnte es so möglich sein, einzelne Organfunktionen zu ersetzen. Damit würden neue Behandlungsmöglichkeiten für Erkrankungen eröffnet, die auf dem Ausfall nur einiger ganz spezifischer Zelltypen beruhen, wie etwa bei der Parkinson'schen Krankheit oder der jugendlichen Diabetes mellitus.
Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert die Stammzellforschung maßgeblich im Schwerpunkt "Biologischer Ersatz von Organfunktionen" im Rahmen des Gesundheitsforschungsprogramms. Es enthält 32 Projekte und wird im Zeitraum von 2001 bis 2006 mit insgesamt 9,9 Millionen Euro gefördert.
Von diesen Projekten setzen 18 Vorhaben mit einem Fördervolumen von zusammen 5,6 Millionen Euro Stammzellen ein. Davon werden in drei Vorhaben (Fördermittel: 0,9 Millionen Euro) neben tierischen auch humane embryonale Stammzellen untersucht, in zehn Projekten (Fördermittel: 3,1 Millionen Euro) werden auch humane adulte Stammzellen eingesetzt.
In den übrigen Vorhaben werden tierische Stammzellen für die Forschung verwendet. Daneben werden gegenwärtig im Schwerpunkt "Tissue Engineering" fünf Projekte mit insgesamt etwa 1,7 Millionen Euro gefördert, in denen humane adulte Stammzellen untersucht werden. Darüber hinaus gibt es weitere Projekte mit tierischen und humanen adulten Stammzellen in verschiedenen anderen BMBF-Förderschwerpunkten.
In Kürze ist die Ausschreibung eines neuen Förderschwerpunkts "Zellbasierte, regenerative Medizin" geplant, für die nach gegenwärtiger Planung Mittel in Höhe von 4 Millionen Euro jährlich vorgesehen sind.
Den vollständigen Bericht finden Sie auf: http://www.bmbf.de/pub/erster_stammzellbericht.pdf
Quelle: BMBF

Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren






