Außerdem könnte ein Rückgang eisbedeckter Gebiete die globale Erwärmung weiter beschleunigen, heißt es in dem am Montag veröffentlichten UNEP-Bericht weiter.
Obwohl der Großteil des Eises in entlegenen Gebieten wie der Polarregion und Grönland zu finden sei, würden die Auswirkungen weltweit zu spüren sein, warnte UNEP-Chef Achim Steiner. Das Schicksal der schnee- und eisbedeckten Gebiete sollte angesichts des Klimawandels "ein Grund zur Sorge in jedem Ministerium, in jeder Vorstandsetage und in jedem Wohnzimmer auf der Welt sein", sagte Steiner.
Steigende Temperaturen könnten dem im norwegischen Tromsö veröffentlichten Bericht zufolge in diesem Jahrhundert einen Anstieg des Meeresspiegels um 20 bis 80 Zentimeter zur Folge haben. Damit könnten in tief liegenden Gebieten wie beispielsweise Bangladesch Millionen Menschen ihr Zuhause verlieren. Selbst in küstenfernen Regionen würden die Folgen durch Überschwemmungen und einen Rückgang der Trinkwasservorräte zu spüren sein, erklärten die rund 70 Wissenschaftler, die an der Studie beteiligt waren.
In der nördlichen Hemisphäre sei die im März und April registrierte Schneedecke in den vergangenen 30 bis 40 Jahren um sieben bis zehn Prozent zurückgegangen, heißt es in dem Bericht weiter. Bei Treibeis sei binnen 30 Jahren ein Schwund von sechs bis sieben Prozent im Winter und zehn bis zwölf Prozent im Sommer zu verzeichnen gewesen. Außerdem sei das Treibeis um mindestens 10 bis 15 Prozent dünner geworden.
In Grönland schmelze die Eisdecke inzwischen doppelt so schnell wie noch vor zwei oder drei Jahren, und in weiten Teilen der Welt gingen die Gletscher zurück. Damit verfüge die Erde über immer weniger Möglichkeiten, die Sonneneinstrahlung zu reflektieren, was den Klimawandel weiter anheize, warnte die norwegische Umweltministerin Helen Björnöy. "Globale Erwärmung hat weitere globale Erwärmung zur Folge", sagte Björnöy
Quelle: RP-Online
http://www.rp-online.de:80/public/article/aktuelles/wissen/klima/4 45195


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