Die Fotos – aufgenommen aus der Luft, aus dem All oder am Boden – öffnen den Blick für die Herausforderungen, vor denen wir heute stehen. Die Bilder belegen etwa die Zerstörungen, die der Hurrikan „Katrina“ in New Orleans und der Tsunami vor Sumatra anrichteten. Sie machen auch die Folgen von Terrorismus und Krieg sichtbar, wie nach dem Anschlag auf das World Trade Center oder nach der Bombardierung des Präsidentenpalastes im Irak.
Außerdem präsentiert der Bildband die Landgewinnung aus dem Meer, ausufernde Städte und gigantische Verkehrsprojekte sowie die Auswirkungen von Tourismus und Landwirtschaft. Wissenschaftliche Hintergrundinformationen und Illustrationen ergänzen das Buch.
Der Bildband "Zerbrechliche Erde" von National Geographic Deutschland zeigt 200 Fotos auf 272 Seiten.
Fast täglich erreichen uns neue Bilder von Überschwemmungen, Tornados, Erdbeben und anderen Naturkatastrophen. Wer verstehen will, wie sich unser Planet verändert, muss wissen, wie die Erde vor diesen Katastrophen aussah. So wird gezeigt, wie stark der berühmte "Schnee auf dem Kilimandscharo"“ im letzten Jahrhundert zurückgegangen ist. In weniger als 20 Jahren könnte das letzte Gletschereis des Gipfels verschwunden sein.
Das Buch dokumentiert auch den Wasseranstieg in der Donau im Sommer 2005 und die Überschwemmung des Klosters Weltenburg. Welchen Anteil der Mensch an den Veränderungen hat, macht die Aufnahme des Iguacu in Brasilien deutlich: Der harte Kontrast zwischen unberührten tropischen Regenwäldern und landwirtschaftlichen Nutzflächen ist sofort erkennbar.
Eine Fotoreihe belegt, wie an der Küste bei Bawdsey im englischen Suffolk in einem Zeitraum von nur sieben Monaten 14 Meter Küstenlinie durch Erosion verschwunden sind. An anderen Orten trotzt der Mensch dem Meer neue Flächen ab. Das Hauptgeschäftszentrum von Hongkong liegt heute weitgehend auf aufgeschüttetem Neuland. Und um Platz für den neuen internationalen Flughafen zu schaffen, wurde die Insel Lantau künstlich erweitert.
Die spektakulärste Entwicklung zeigt sich aber wohl in Dubai, wo ganze Landschaften aus kleinen künstlichen Inseln im Persischen Golf entstehen. Die Landgewinnungsprojekte verlaufen allerdings nicht immer problemlos. Die Niederlande erwägen inzwischen, einen Teil ihrer Polder wegen der kostenintensiven Trockenhaltung dem Meer zurückzugeben.
Manchmal schafft sich aber die Natur auch neue Flächen: Wie etwa im Fall der Insel Surtsey in Island, die 1963 durch unterseeische Eruption entstand. Das Naturschutzgebiet ist heute ein Rastplatz für Zugvögel. Zwischen den „Vorher-Nachher-Fotos“ liegen manchmal Jahrzehnte oder Jahre, oft auch nur Wochen oder Tage. Allen gemeinsam ist, dass die Veränderungen, die auf unserem Planten passieren, sofort erkennbar sind. Und unweigerlich muss sich der Betrachter fragen, ob sich die Welt in unserem Sinne verändert hat oder ob sie außer Kontrolle geraten ist.
Wir zeigen Ihnen einige der tollen Aufnahmen in unserer Fotostrecke!
http://www.rp-online.de:80/public/article/aktuelles/wissen/umwelt/ 441121
Quelle: RP-Online


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