Das fanden die Wissenschaftler heraus, als sie den in der Odyssee beschriebenen Bericht über die Sonnenfinsternis und weitere Anspielungen auf astronomische Begebenheiten auf ihre Stimmigkeit hin untersuchten. Über ihre Ergebnisse berichten Constantino Baikouzis von der Rockefeller-Universität in New York und Marcelo Magnasco vom Astronomischen Observatorium in La Plata im Fachmagazin "PNAS" (Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0803317105).
Die Forscher wollten herausfinden, um welche Sonnenfinsternis es sich gehandelt haben könnte, die in der Odyssee beschrieben ist. Dazu suchten sie in anderen Passagen aus dem Epos nach Aussagen zu bestimmten Himmelsereignissen, mit denen sich der Zeitpunkt des astronomischen Ereignisses näher eingrenzen lässt. Zu dieser Zeit war Neumond, eine Grundvoraussetzung für eine Sonnenfinsternis, die Venus stand hoch am Firmament und zwei Sternenkonstellationen waren am Himmel gleichzeitig sichtbar: der Sternhaufen der Plejaden und Boötes, das Sternenbild des Bärenhüters. Zudem stand der Merkur nahe des westlichen Endes seiner Umlaufbahn, schlossen die Forscher aus den Beschreibungen in der Odyssee.
Da diese Ereignisse nicht im selben Muster zwei Mal auftreten, konnten die Forscher eine ganz bestimmte Sonnenfinsternis und damit den Tag der Heimkehr des Odysseus exakt datieren. Da sich die Beschreibungen in der Odyssee so exakt mit den Ereignissen am Himmel in Einklang bringen ließen, unterstützten die Ergebnisse die generelle Glaubwürdigkeit der Aussagen aus dem bekannten Weltepos, erklären die Wissenschaftler.
Quelle: RP-Online


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