Die Drogenpolitik der Bundesregierung hat einen Schwerpunkt auf Suchtprävention bei Kindern und Jugendlichen gelegt. In den letzten Jahren konnte eine Reduzierung der Raucherquote in der Altersgruppe der 12- bis 17-Jährigen von 28% im Jahr 2001 auf 20% im Jahr 2005 erreicht werden. Auch der Alkoholkonsum unter Jugendlichen ist leicht rückläufig, seitdem mit der Einführung der Sondersteuer der Konsum von Alkopops bei Minderjährigen zurückgegangen ist.
"Besorgnis erregend ist nach wie vor die steigende Beliebtheit von Cannabis bei Jugendlichen. Während das Durchschnittsalter beim Erstkonsum von Cannabis 1993 bei 17,5 Jahren lag, liegt es aktuell bei 16,4 Jahren. Auch die Zahl von Jugendlichen, die wegen ihres exzessiven Konsums eine Beratungsstelle aufsuchen müssen, ist in 10 Jahren auf fast das Sechsfache angestiegen. Mit der Internetberatung 'Quit the Shit' und dem deutsch-schweizerischen Projekt 'Realize it!' entwickeln wir neue Hilfeangebote für betroffene Jugendliche. Da das Problem des steigenden Cannabiskonsums unter jungen Menschen überall in Europa bekannt ist, kommt es hier auch auf die grenzüberschreitende Zusammenarbeit an. Am 11. Juli werde ich deshalb zusammen mit dem Drogenkoordinator Frankreichs eine Tagung in Straßburg veranstalten, bei der wir diskutieren wollen, welche Strategien am wirksamsten sind. Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Politik, Verwaltung und Praxis sind aufgerufen, sich für die Teilnahme anzumelden," teilt Caspers-Merk mit.
Anlässlich des Weltdrogentages veröffentlicht das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung die Broschüre "Drogen und Sucht – Ein Plan in Aktion". Sie informiert über die Grundzüge der Drogenpolitik der Bundesregierung. "Mit dieser Broschüre zielen wir auch darauf ab, dass die gesellschaftliche Debatte über den Konsum von Drogen und Suchtmitteln weiter angeregt wird," so Caspers-Merk.
Die Broschüre "Drogen und Sucht – Ein Plan in Aktion" können Sie im Internet unter http://www.bmgs.bund.de/deu/gra/publikationen/p_9.php herunterladen oder bestellen.
Weitere Informationen und aktuelle Studien finden Sie auch unter www.drogenbeauftragte.de und www.bzga.de.

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