Danny Dorling, Geograf von der Universität Sheffield (England), ist Begründer des Projekts "Worldmapper". Mit seinem Team erstellte er bereits hunderte Weltkarten, die soziale, wirtschaftliche und medizinische Entwicklungen und Ungleichheiten ins rechte Licht rücken.
Die Karten bilden zum Beispiel die weltweite Kindersterblichkeit ab. Sie zeichnen nach, in welchen Teilen der Erde Menschen auch im 21. Jahrhundert an Pest oder Malaria sterben. Auch wirtschaftliche Zusammenhänge werden ins Bild gesetzt. In welchen Teilen der Welt wird zum Beispiel Spielzeug produziert? Und wo spielen dann wirklich Kinder mit den Produkten?
Das Prinzip: Erdteile, die von einer Entwicklung, Krankheit oder Krise stärker betroffen sind, wachsen auf den Landkarten. Regionen, die kaum oder gar nicht betroffen sind, schrumpfen. Dabei folgen die Forscher mathematischen Formeln, die speziell für diese Art der Landkarte entwickelt wurden.
Herausgekommen sind Weltkarten, an die sich der Betrachter erst gewöhnen muss. Verzerrt, fast unwirklich wirken die Ergebnisse.
Die Stärke der Karten: Sie machen die täglichen Skandale, die globale Ungerechtigkeit und das Elend von Milliarden Menschen verständlicher und anschaulicher als Statistiken oder Sonntagsreden. Bilder sagen eben mehr als tausend Worte.
Ausgewählte Landkarten mit kurzen Erklärungen finden Sie in unserer Fotostrecke.
Worldmapper - Das wahre Bild der Erde
Quelle: RP-Online
http://www.rp-online.de/public/article/aktuelles/wissen/umwelt/403167

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