Nachrichten Service Rubriken Grundschule Sek. I Sek. II Förderschulen Sonstiges Shop

Picasso, Einstein und die vierte Dimension

In diesem Jahr ehren wir den Physiker Albert Einstein. Sein Schaffen ist einzigartig, könnte man meinen. Aber erstaunlicherweise gibt es Parallelen zu einem Zeitgenossen , der ebnso berühmt ist wie Einstein. Auch er war eine Ikone, ein Star, der unseren Blick auf die Welt ein Stück verändert hat: der Künstler Pablo Picasso. Was verbindet diese beiden Meister?



Einstein und Picasso befassten sich fast zeitgleich mit Raum und Zeit. Und ihre Erkenntnisse warfen Jahrtausende alte Vorstellungen von den beiden Dimensionen über den Haufen. Der geniale Physiker Einstein zeigte zu Anfang des vorigen Jahrhunderts, dass sich Raum und Zeit beeinflussen. Dass beispielsweise die Zeit in Abhängigkeit von unserer Position langsamer oder schneller vergeht - etwa ob wir uns in einem Flugzeug über der Erde oder auf dem Erdboden befinden.

Professor Arthur Miller, Physiker und Kunstkenner am University-College in London fand in jahrzehntelangen Nachforschungen heraus, dass Einstein und Picasso dasselbe Problem beschäftigte, Picasso im Paris des beginnenden 20.Jahrhunderts, Einstein zur selben Zeit in der Schweiz.

"Sie arbeiteten an demselben Problem: Die Natur von Raum und Zeit, genauer die Natur der Gleichzeitigkeit; wenn also zwei Dinge zur selben Zeit passieren und was daraus wird. Picasso hat sich mit der räumlichen Ausprägung der Gleichzeitigkeit befasst, in dem Sinne, dass zwei Dinge am selben Ort passieren oder sagen wir: Die vierte Dimension als eine Raum- und nicht Zeitdimension."

Im Kubismus werden verschiedene Ansichten desselben Gegenstandes innerhalb eines Werkes wie Fassetten dargestellt. Es war der Beginn der Moderne. Die vierte Dimension: Bis dato waren "Raum und Zeit" in der Malerei noch fest miteinander verbunden. So zeigt jedes Bild ein Motiv, das ein Maler zu einer bestimmten Zeit an einem festen Ort als Fixpunkt entworfen hatte.            &n bsp;            &nbs p;                           &n bsp;            &nbs p;                           &n bsp;            &nbs p;         Doch Picasso will mehr: Seine Motive sollen innerhalb eines Bildes gleichzeitig aus verschiedenen Blickwinkeln zu sehen sein. Die Augen sollen das Bild durchschreiten. Er zieht sich in die Einsamkeit seines Ateliers zurück und arbeitet wie Einstein an der Bezwingung des Problems "Zeit". Seine Werke, die darauf hin entstehen, begründen eine neue Kunstform: Den Kubismus. Nun konnte er innerhalb eines Werkes einen Perspektivwechsel darstellen und überwand damit Orts- und Zeitgebundenheit. Die Malerei konnte überwinden, was die Physik bewies.

Miller fügt hinzu: "Interessant ist, dass beide Männer in Denkfabriken lebten. Sie hatten Freunde, die ihnen erzählten, was so passierte. In dieser Hinsicht waren sie sehr modern." Picasso behielt stets Kontakt zu Menschen, die keine Künstler waren, das hat sein Werk beeinflusst. Ebenso Einstein, der sich mit einer Gesellschaft von Nicht-Physikern wie Gleichgesinnten umgab. Sie waren jeder in seiner Disziplin einzigartige Stars, Pioniere ihres Fachs  - und dennoch weltoffen. Das brachte den Erfolg. Um ihr Werk fortzuführen, müssen heute auch die Enkel der Meister über den Tellerrand blicken - das interdisziplinäre Forschen hat heute wieder Konjunktur. www.br-online.de/wissen-bildung/artikel/0502/28-einstein-picasso/i ndex.xml und www.3sat.de/nano/


 
 Diese Seite per Email weiter empfehlen  ·   Druckversion
 · 
 Newsletter abonnieren

 


Bestellen Sie gleich hier Ihren Newsletter:
Ihr Name:

Ihre Emailadresse:


Produkte aus unserem Shop:
Lebenskrisen als Chance zum Neubeginn
Anzeige
Anzeige
Anzeige
top-finanz.de
Anzeige
Naturamed
Anzeige
steuertipps.de
Anzeige
FWU-Shop
Copyright © 2007 TeachersNews
Hosted by Oberdieck Online GmbH       an den Seitenanfang springen