Philip Johnson, geboren am 8.Juli 1906, gilt als Mitbegründer des "internationalen Stils". Zusammen mit Mies van der Rohe (1886-1969) schuf er 1958 das Seagram Building mit 38 verglasten Stockwerken an der Manhattans Park Avenue.
1984 wurde Johnsons Wolkenkratzer für die Zentrale des US-Telefonkonzerns AT & T fertig gestellt, heute US-Sitz von Sony in New York. Das zwischen 1978 und 1983 erbaute Gbäude gilt als Initialzündung der Postmoderne - eine Kombination aus "kantiger" Moderne und klassischer Antike: "Gattungsgeschichtlich ein Wolkenkratzer der Moderne - in seiner symmetrisch gestalteten, pilasterartig durchfensterten Fassade und seinem gesprengten Giebel als Dachabschluss jedoch der Antike verpflichtet. Der Rückgriff auf antike Dekorationsformen und zugleich absichtsvoll disfunktionale Umgang mit diesen Elementen wurde zum Markenzeichen der Postmoderne." (Christoph Höcker:DuMont Schnellkurs Architektur, Köln 2000, S.172).
1988 kuratierte er die Ausstellung "Deconstructivist Architecture" im New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) und machte damit u.a. auch das Architektenduo Coop Himmelb(l)au sowie andere Dekonstruktivisten wie Peter Eisenman, Frank Gehry, Zaha Hadid, Rem Koolhaas, Daniel Libeskind und Bernard Tschumi international bekannt. Maxime des Dekonstruktivismus ist die gestörte Perfektion., der überraschende Bruch mit dem Gewohnten. Das Motto "form follows function" findet sich zu einem fröhlich-unbekümmerten "form follows phantasy" (Bernhard Tschumi)abgewandelt." (DuMont...S.158).
Site seines Büros u.a. mit den Bauten Philip Johnsons, siehe http//www.pjar.com


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