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Bundesjugendorchester

Der außerordentliche Standard des Bundesjugendorchesters (BJO) resultiert aus langjähriger kontinuierlicher Arbeit. Seit der Gründung im Jahr 1969 treffen sich hochbegabte 14- 20jährige Instrumentalisten aus der gesamten Bundesrepublik, die ihre außergewöhnlichen Leistungen bereits bei verschiedenen Wettbewerben wie z.B. »Jugend musiziert« unter Beweis stellen konnten.



Sie verzichten für die dreimal jährlich stattfindenden Arbeitsphasen sowie für anspruchsvolle Sonderprojekte auf Ferien und Freizeit. Dozenten aus Musikhochschulen und großen Sinfonieorchestern, wie den Berliner Philharmonikern, bereiten sie in den einzelnen Instrumentengruppen auf die Arbeit im Gesamtorchester vor. Die Orchestermitglieder sind den Umgang mit Dirigenten wie Gerd Albrecht, Heinz Holliger, Bernhard Klee, Kurt Masur, Heinrich Schiff und Mario Venzago gewohnt, und fordern sie durch den sich weit vom Routinebetrieb bewegenden Lernprozeß eine Mischung aus Unterricht und künstlerischer Eigenverantwortung heraus.

Nach jeder Arbeitsphase scheiden ältere Mitglieder aus und jüngere kommen hinzu. So ist das Ensemblebild stets von neuen Gesichtern geprägt. Jedes Konzert des Bundesjugendorchesters hat deshalb auch künstlerisch und menschlich etwas einmaliges, das Routine nicht zuläßt, sondern für frische, von der jugendlichen Aura des Orchesters geprägten Interpretation sorgt. Auch ruft das Bundesjugendorchester mit seinen interessanten und vielseitigen Programmen internationale Begeisterung hervor. Doch die musikalische Qualifikation im Ensemble geht immer auch mit einer sozialen Hand in Hand. Bedenkt man, welche Trainingsmöglichkeiten für menschliche Konfliktsituationen, die über das rein musikalische hinausgehen, den jungen Musikern geboten werden, so mag man die Bedeutung erkennen, die das BJO zu weit mehr als einer Nachwuchsförderung für Orchestermusiker werden läßt. Ziele des Bundesjugendorchesters.

Im ersten Moment scheint es so, als würde dieses Orchester es den traditionellen Sinfonieorchestern in allem nachmachen. Doch die Vitalität des Orchesters sprengt viele Konventionen. Die jungen Musiker empfinden das Orchester nicht als eine Institution, sondern als eine Lebensgemeinschaft. Sie verfügen über eine offene Emotionalität und über die Fähigkeit, sich vorurteilslos in ungewöhnliche musikalische Landschaften zu begeben. Sie entdecken Charles Koechlin, Messiaen, Nono und Zender genauso wie die Kompositionen der neuen Wiener Schule, von Beethoven und Brahms, oder von Bruckner und Mahler.


Bundesjugendorchester

Weberstraße, 59, 53113 Bonn

Tel (0228) 20 91-195

Fax (0228) 20 91-200

E-Mail: bjo@musikrat.de


http://www.musikrat.de/index.php?id=417


 
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