"Der Nutzen des Nachklangs:
vom Erlebnis zum Ergebnis" lautet der
programmatische Titel des am 8. und 9.
Oktober 2004 zum fünften Mal an
der Universität Augsburg stattfindenden
Kongresses "erleben und lernen".
Auf dem Programm, das in diesem Jahr ganz
auf die Wirkungsmöglichkeiten
der Erlebnispädagogik ausgerichtet ist, stehen
fünf Plenumsvorträge, 30
Foren und 23 Workshops. Traditionell wird der
Kongress, in dessen Rahmen
auch der Preis "erleben und lernen 2004" für
besondere Verdienste und
herausragende Projekte auf dem Gebiet der
Erlebnispädagogik verliehen
wird, von einer umfangreichen Fachausstellung
begleitet.
Zwischen "reifen lassen" und "strategischer
Ergebnissicherung" liegen
die Möglichkeiten, die Wirkungen der
Erlebnispädagogik und des
Outdoor-Trainings zu verorten. Dabei gibt es
gewollte Wirkungen und
wirkungsvolle Zufälle. Wie funktioniert nachhaltiges
Lernen zwischen
Emotion und Reflexion? Nachhaltigkeit bedeutet, dass
Lernziele nicht an
einem Wochenende oder in einer Woche erreicht werden,
sondern dass im
Nachhinein noch viel geschieht. Wie also können aus
Erlebnissen
Ergebnisse werden?
"erleben und lernen 2004" will die
Fragen nach der Wirkung ausloten.
Denn es geht weder in der Erlebnispädagogik
noch im Outdoor-Training um
Kick und Thrill, um Abenteuer und Erlebnisse; es
geht um wirkungsvolles
und nachhaltiges Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Dazu
wurde im
handlungsorientierten Lernen eine erstaunliche Vielfalt von Methoden
der
Reflexion entwickelt, und viele Praktiker und Theoretiker haben
sie
bemüht, das Problem des Transfer zu lösen. Einige Bereiche
des
handlungsorientierten Lernens wurden nachhaltig evaluiert,
Befragungen
lange danach - "Follow-Ups" - sollten die Wirksamkeit des Lernens
in und
durch die Natur beweisen. Seminare und Trainings, Fortbildungen
und
Kongresse, Projekte und pädagogische Maßnahmen klingen aus und
nach.
Erlebnisse brauchen Zeit, um zu Ergebnissen zu werden, sie müssen
prägen
und reifen, im Gedächtnis gespeichert und abgerufen werden
können.
Geduld und pädagogische Unterstützung sind
gefordert.
ERLEBNISPÄDAGOGIK UND NUTZEN - EIN
WIDERSPRUCH?
Allerdings stellen sich die Fragen, in welchem Umfang die
Ergebnisse der
Erlebnispädagogik überhaupt messbar und mit empirischen
Mitteln zu
erfassen sind und ob der Begriff "Nutzen" hier nicht in die
falsche
Richtung führt. Denn hat nicht gerade die Erlebnispädagogik
wichtige
Akzente im Bereich der stillen, besinnlichen, kreativen
und
metaphorischen Angebote gesetzt? Ist das Besondere an ihr nicht
gerade
auch der Kontrapunkt zu der viel und oft und zu schnell
geforderten
Effektivität und Effizienz, zu atemloser Evaluation und Total
Quality
Management, den sie gesetzt hat?
"Auf unserem diesjährigen
Kongress wollen wir all diese Fragen der
Nachhaltigkeit und Nachklangs, des
Nachdenkens und Nachfühlens
diskutieren und zugleich eine breite Vielfalt von
Methoden, Übungen,
Spielen und Theorien präsentieren, die die Teilnehmerinnen
und
Teilnehmer zum konstruktiven Lernen - und auch zum nachklingen
Lassen
anregen werden", verspricht Prof. Dr. Helmut Altenberger,
dessen
Lehrstuhl für Sportpädagogik gemeinsam mit dem Zentrum für
Weiterbildung
und Wissenstransfer (ZWW) der Universität Augsburg "erleben und
lernen
2004" veranstaltet.
KOORDINATION UND ORGANISATION
Neben
Altenberger und Priv. Doz. Dr. Peter Schettgen vom ZWW sind
im
Koordinationsteam von "erleben und lernen 2004" die Professoren
Dr.
Michael Jagenlauf (Hamburg) und Dr. Werner Michl (Berg) vertreten
sowie
Alex Ferstl (Augsburg), Michael Rehm (Hergensweiler), Dr. Martin
Scholz
(Augsburg), Sibylle Schönert (Augsburg) und Christiane Thiesen
(Lindau).
Die Kongress-Organisation besorgt das Augsburger Zentrum
für
interdisziplinäres erfahrungsorientiertes Lernen (ZIEL)
in
Zusammenarbeit mit der Dillinger Akademie für Lehrerfortbildung
und
Personalführung, der Interdisziplinären Initiative
Erlebnispädagogik
(iie) der Universität Augsburg, dem Bundesverband
Erlebnispädagogik e.
V., Lindau, und der Gesellschaft zur Förderung der
Erlebnispädagogik e.
V. (GFE), Lüneburg.
ALS ERGÄNZENDE STAATLICHE
FORTBILDUNGSVERANSTALTUNG ANERKANNT
Das Bayerische Staatsministerium für
Unterricht und Kultus hat den
Kongress 2erleben und lernen 2004" als
ergänzende staatliche
Fortbildungsveranstaltung mit der Möglichkeit zur
Dienstbefreiung für
teilnehmende Lehrerinnen und Lehrer
anerkannt.
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AUSFÜHRLICH
KOMMENTIERTES KONGRESSPROGRAMM:
http://www.ziel.org/kongress/archive/pdf/Programm2004.pdf
WEITERE
INFORMATIONEN/KONGRESSAKKREDITIERUNG:
ZIEL GmbH
Organisation "erleben und
lernen 2004"
Neuburger Straße 77
86167 Augsburg
Telefon
0821/724477
Telefax 0821/724455
kongress@ziel.org
http://www.ziel.org/kongress/


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