Das folgt aus Arbeiten der Gruppe von Prof. Dr. Horst Stöcker und Prof. Dr.
Marcus Bleicher am Frankfurt Institute for Advanced Studies (FIAS) und am
Institut für Theoretische Physik, über die sie in der neuen Ausgabe von
Forschung Frankfurt berichten. Auftreten könnten die winzigen Schwarzen Löcher,
wenn im kommenden Jahr der neue Teilchenbeschleuniger am Europäischen
Großforschungszentrum für Kern- und Teilchen-physik CERN bei Genf in Betrieb
genommen wird.
Für die theoretische Physik wäre die Entdeckung der sehr leichten Schwarzen
Löcher von großer Bedeutung. Bisher ist es nicht gelungen, die beiden
erfolgreichsten Theorien des 20. Jahrhunderts - die Quantentheorie und die
Relativitätstheorie - in Einklang zu bringen. Für gewöhnlich ist das nicht
störend, denn quantentheoretische Effekte machen sich im Mikro-kosmos
bemerkbar, während die allgemeine Relativitätstheorie bei der Beschreibung
großer Massen im Makrokosmos der Sterne und Planetensysteme relevant ist. Zur
Beschreibung Schwarzer Löcher, in denen sich große Massen auf engstem Raum
zusammendrängen, braucht man jedoch eine Synthese beider Theorien. Die Physik
Schwarzer Löcher im Quantenbereich ist somit der Schlüssel zumVerständnis des
neuen Weltbilds der Elementarteilchenphysik für die Experimente am
CERN.
Sollte es die vorhergesagten Mini Schwarzen Löcher geben, hat Prof. Horst
Stöcker sich bereits ihre mögliche Anwendung als "Relikt-Konverter" zur
Energiegewinnung nach Einsteins berühmter Formel E=mc2 bereits patentieren
lassen. Der Konverter bestünde aus dem Relikt eines Schwarzen Lochs, das einen
Strahl von niederenergetischen Hadronen (Protonen, Neutronen oder ganze Kerne)
in Hawking-Strahlung umwandeln könnte. Dieser Prozess würde mit einer
Umwandlungseffizienz von etwa 90 % ablaufen, da nur die produzierten Gravitonen
und Neutrinos nicht in nutzbare Energie überführt werden könnten. Das heißt,
falls die Erzeugung von stabilen Relikten am LHC gelingt, könnte der gesamte
Energieverbrauch der Erde (zirka 1021 Joule) mit nur zehn Tonnen willkürlichen
Materials in diesen Konvertern erzeugt werden!
Lesen Sie mehr dazu in der neuen Ausgabe von "Forschung
Frankfurt".
Kostenlos anfordern: presse@uni-frankfurt.de
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Nähere Informationen zu Mini Schwarzen Löchern:
Prof. Dr. Marcus Bleicher, Institut für Theoretische Physik,
Universität
Frankfurt, Tel.: 069-798-47840,
E-Mail: bleicher@th.physik.uni-frankfu
rt.de .
Prof. Dr. Horst Stöcker, Institut für Theoretische Physik,
Universität
Frankfurt, Tel.: 069-798-47833,
E-Mail: stoecker@uni-frankfurt.de .
Weitere Informationen finden Sie unter
http://www.muk.uni-frankfurt.de/Publikationen/FFFM/2006/index.html


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