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Charakteristisch für die Lernwerkstatt ist zum einen die von den Erfahrungen der Studierenden ausgehende Form des Lernens, die das enorme Potential an Wissen und biographischen Vorerfahrungen auf Seiten der „Lernenden“ ernst nimmt und erst davon ausgehend weitere analytische und methodische Hilfestellungen in den Arbeitsprozess einbringt. Charakteristisch ist zum anderen die Produktorientierung: Ziel der Werkstatt ist es, Medien und Materialien für die Öffentlichkeit zu erarbeiten, die eine Brückenfunktion im Dialog zwischen der deutschen Bevölkerung und den zugewanderten russlanddeutschen Familien einnehmen soll. Die Webseite stellt Arbeitsergebnisse der Lernwerkstatt dar. Subjektive Erfahrungen und Erinnerungen aus der Migrationgeschichte russlanddeutscher Familien werden mit sozialwissenschaftlichen und politischen Informationen verknüpft und laden Besucher der Website zu einer lebendigen Auseinandersetzung mit Identitäts- fragen von Aussiedlerinnen und Aussiedlern in der BRD ein. Der Film lässt Zeitzeugen aus verschiedenen Generationen zu Wort kommen und beleuchtet, unterstützt von privatem Photo- und Filmmaterial, die historische Hypothek leidvoller Zwangsmigrationen, die auf vielen russlanddeutschen Familien lastet. Zur Sprache kommen sowohl ambivalente Erinnerungen an das Leben als unterdrückte Minderheit in der ehemaligen UdSSR als auch persönliche Erfahrungen mit häufig nicht einfachen und erfolgreichen Integrations-versuchen in der von Individualisierungstendenzen und Massenmedien geprägten kulturellen Wirklichkeit der Bundesrepublik, in der die Zuwanderinnen und Zuwanderer immer noch eher als Russen denn als Deutsche wahrgenommen werden. ( mha ) | ||
| Quelle: http://www.lernwerkstatt-russlanddeutsche.de |


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