Aber was können Betrieb und Ausbildungspersonal tun, um betroffenen
Jugendlichen zu helfen, oder: besser noch, was können sie vorbeugend
unternehmen? Antworten liefert eine neue, vom Bundesinstitut für Berufsbildung
(BIBB) veröffentlichte CD-ROM: "Im Fokus: Suchtverhalten in der Ausbildung",
auf der sich als Einstieg auch das Interview mit Sebastian befindet.
Suchtprobleme - Alkohol oder illegaler Drogenkonsum - spielen in der
Arbeitswelt eine größere Rolle als angenommen. Sie bedeuten für die Betroffenen
und deren Angehörige individuelle Tragödien und verursachen für Wirtschaft und
Gesellschaft hohe Kosten: Alkoholprobleme sind die häufigste Ursache für
Fehlzeiten, Leistungseinbußen und Arbeitsunfälle. Auch Auszubildende sind
zunehmend betroffen: Schon bei 14- bis 24-Jährigen liegt die Häufigkeit des
Alkoholmissbrauchs bei 10 %. 16 % der Berufsschüler konsumieren illegale
Drogen, 22 % der 13- bis 25-Jährigen sogar mehrere Suchtmittel. Und: Das
Einstiegsalter sinkt. Dies sind einige Kernaussagen des BIBB-Forschungsprojekts
"Suchtprävention und Qu@lifizierung", deren
Ergebnisse auf der CD-ROM zusammengefasst sind.
Im Kapitel "Prävention und Best Practice" berichten Experten und Expertinnen
für Suchtprävention und -intervention über ihren Alltag im Umgang mit
Auszubildenden - und auch die Jugendlichen selbst kommen zu Wort. Im
Mittelpunkt stehen dabei Fragen wie: Welche Strategien haben sich bewährt? Was
sind die Besonderheiten im Umgang mit den Jugendlichen? Was können, was sollten
die Unternehmen leisten?
Denn, das belegen vom BIBB durchgeführte Workshops: Betriebe haben eine
wichtige individualtherapeutische Bedeutung. Suchtprävention ist ein "Muss" für
sie, weil der Arbeitsplatz wie kaum ein anderer Bereich dazu geeignet ist,
nachhaltig wirksame Präventionsarbeit zu leisten. Eine Schlüsselrolle fällt
dabei dem Ausbildungspersonal zu - aber auch Betriebsvereinbarungen sind nicht
minder wichtig.
Das Kapitel "Hintergrund und Forschung" fasst die Untersuchungs- und
Studienergebnisse, Vorträge und Analysen des BIBB-Forschungsprojekts und der
Workshops zusammen.
Dabei wird die Bedeutung der Drogenproblematik in der Ausbildung und bei
jungen Berufstätigen aus unterschiedlichen wissenschaftlichen Perspektiven
näher beleuchtet. Im "Archiv" befinden sich darüber hinaus alle Interviews in
voller Länge, Berichte, Vorträge und Dokumente - zum Beispiel exemplarische
Betriebsvereinbarungen.
Weitere Informationen im Internetangebot des BIBB unter
<www.bibb.de/de/23581.htm>
Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) stellt die CD-ROM über den Partnerverlag Christiani kostenlos zur Verfügung.
Dr. Ing. Paul Christiani GmbH & Co. KG
Technisches Institut
für Aus- und Weiterbildung
Hermann-Hesse-Weg 2
78464 Konstanz
Tel.:
07531 / 5801-26
Fax: 07531 / 5801-85
E-Mail: info@christiani.de
Internet: <www.christiani.de>
Inhaltliche Auskünfte im BIBB
erteilen:
Ulrich Degen, Tel.: 0228 / 107-1016, E-Mail: degen@bibb.de
Werner Gerwin, Tel.: 0228 /
107-1417, E-Mail: gerwin@bibb.de

Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren





