Das sagte Caspers-Merk am Donnerstag bei
der Bilanz einer Rauchstopp-Kampagne der DAK für Jugendliche. So rauchten in
Ostdeutschland vor allem junge Frauen und Mädchen noch überdurchschnittlich
oft.
Der Statistik zufolge rauchten vergangenes Jahr noch 23 Prozent der 12- bis 17-Jährigen, 1997 waren es noch 28 Prozent. In der Altersgruppe 12 bis 25 Jahre ging der Anteil von 41 auf 35 Prozent zurück. Dennoch dürfe keine Entwarnung gegeben werden, mahnte Cornelius Erbe, Leiter des DAK-Geschäftsbereichs Produktmanagement. Bei den 12- bis 17-jährigen Mädchen im Osten sei der Anteil mit 35 Prozent alarmierend hoch.
Als wesentlichen Grund für den zunehmenden Verzicht aufs Qualmen machte er die Tabaksteuererhöhung aus, die Befragungen zufolge acht Prozent der Raucher zum Aufhören bewegt hat. Der Krankenkassenmanager appellierte dringend an die Politik, an der geplanten dritten Erhöhung festzuhalten. Die letzte Stufe wegen zurückgegangener Steuereinnahmen auszusetzen, wäre ein falsches Zeichen.
Auch Caspers-Merk kritisierte Haushaltspolitiker der Union, die immer wieder das Ausbleiben von Einnahmen beklagten. Dabei seien die Kosten des Rauchens doppelt so hoch wie das Steueraufkommen daraus. Gleichzeitig forderte sie die Bundesländer auf, ein Rauchverbot in Schulen durchzusetzen.
Bislang hätten nur Berlin und Hessen die rauchfreie Schule zum Standard gemacht. Sieben weitere Länder planten Regelungen. Nur noch eine Minderheit setze auf freiwillige Maßnahmen. "Hier wäre entschlossenes Handeln angebracht", mahnte die Drogenbeauftragte.
Mit einer Erfolgsquote von durchschnittlich 12,8 Prozent zog die DAK eine positive Bilanz ihrer Kampagne "Just be smokefree". Das Programm wendet sich den Angaben zufolge als einziges seiner Art bundesweit gezielt an Jugendliche und junge Erwachsene und setzt auf Entwöhnung in Eigenregie.
Geboten werden Selbsttests des eigenen Verhaltens, Planung der Rauchstopp-Schritte anhand von Arbeitsmaterial und der Austausch mit anderen Teilnehmern über das Internet. Zur Unterstützung können sich die Entwöhnungswilligen einen "Paten" zur Seite stellen.
Quelle: RP-Online
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/me
dizin/81143


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