Dadurch stießen sie auf mehrere Genregionen mit aufschlussreichen Erbanlagen. Die Forscherteams interessierten sich besonders für Gene, die das individuelle Muster der Gehirnaktivität beeinflussen.
Bei vielen Alkoholikern fanden Wissenschaftler charakteristische Abweichungen im EEG – die erstaunlicherweise schon bei deren Kindern ähnlich auftreten. Bisher stießen die Forscher auf eine Handvoll Gene, von denen bestimmte Varianten mit typischen Unterschieden im EEG einhergehen. Denn wegen der Genvarianten funktionieren jeweils Signalprozesse im Gehirn anders, und das wiederum scheint das Alkoholismusrisiko zu steigern.
Die Forscher gehen in einer Veröffentlichung auf zwei dieser Gene ein, die wahrscheinlich auf zwei unterschiedliche typische Formen einer Alkoholikerkarriere bezogen sind. So gibt es einen Alkoholikertyp, der zu seiner Sucht über eine verstärkte Neigung zu Depressionen kommt. Ein anderer beweist schon in der Jugend ein recht ungezügeltes Temperament, neigt früh zu Regelverstößen und oft auch zu aggressivem Verhalten. Für beide Fälle lässt sich aufzeigen, dass das abweichende Gen jeweils Moleküle und damit Strukturen an den Nervenzellmembranen beeinträchtigt, die zur Kontrolle von Hirnsignalen dienen. Offensichtlich fällt es diesen Menschen deswegen schwer, ihre Stimmungen in Balance zu halten beziehungsweise ihre Impulse zu kontrollieren.
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Quelle: openPr.de
www.openpr.de/news/178728.html

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