Linkshänder, die auf rechts umgeschult werden, erlangen deshalb mit rechts kaum die Geschicklichkeit und Fertigkeit, die sie mit ihrer linken Hand erreicht hätten. Die Mechanismen dafür sind jedoch noch ungeklärt.
Eltern sollten keiner Hand den Vorzug geben
Um besser
erkennen zu können, ob das Kind ein "echter" Links- oder
Rechtshänder ist, sollten Eltern von Anfang eine
Wertung der Benutzung einer bestimmten Hand vermeiden. Das Kind sollte selbst
wählen, welche Hand es verwendet.
Etwa bis zu einem Alter von 18 und 24 Monaten ist die Händigkeit bei den meisten Kindern bereits gut erkennbar. Wenn ein Kind noch nach dem 4. Lebensjahr häufig zwischen der linken und rechten Hand wechselt, sollten Eltern ihren Kinder- und Jugendarzt aufsuchen, damit die Händigkeit noch vor Schulbeginn geklärt werden kann.
Tipps für Eltern mit linkshändigen Kindern
Linkshändigen
Kinder fällt es in der Regel schwerer, zwischen rechts und links verbal zu
unterscheiden. Wollen rechtshändige Eltern ihrem linkshändigen Kind alltägliche
Tätigkeiten zeigen, so kann es hilfreich sein, sich gegenüber hinzusetzen, so
dass das Kind die Bewegungen spiegelbildlich sehen und imitieren kann.
Rechtzeitig vor Schuleintritt sollte es auch mit den speziellen "Werkzeugen" für Linkshänder ausgestattet sein und evtl. auch schon damit vertraut sein, wie z.B.:
- Schere
- Füller
- Lineal (Skalierung von links nach rechts)
- Anspitzer
Bei der richtigen "linken" Schreibhaltung ist das Blatt nach rechts geneigt, die Schreibhand liegt unter der Zeile und das Stiftende zeigt in Richtung linker Ellbogen bzw. Schulter. Die rechte Hand befindet sich am Blattrand. In der Schule sollte das linkshändig schreibende Kind am besten links auf der Bank sitzen. Rechts von einem Rechtshänder würden sich die Kinder gegenseitig behindern. Der Lichteinfall sollte von rechts kommen.
http://www.kinderaerzteimnetz.de/bvkj/aktuelles1/show.php3?id=1293 &nodeid=26


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