Das
Informationszentrum Mobilfunk e.V. (IZMF) veranstaltet deshalb auf dem
Wissenschaftssommer in Essen den Mobilfunk-Parcours. Hier können Jugendliche
die Handy-Technologie wissenschaftlich unter die Lupe nehmen und erfahren, was
alles im Mobilfunk steckt. Der Parcours findet am 11. Juni von 9 bis 13 Uhr im
Aktionszelt 2 auf dem Kennedyplatz statt. Insbesondere Schulklassen sind
eingeladen, die Veranstaltung gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern zu
besuchen.
Das Programm des Parcours greift das Thema des
diesjährigen Wissenschaftsjahres „Geisteswissenschaften. Das ABC der
Menschheit“ spielerisch auf, indem der Einfluss der mobilen Technologien auf
die Sprache dargestellt wird. Zwei junge Poeten veranstalten einen
Handy-Poetry-Slam mit Gedichten rund um den Mobilfunk. Besucher des Parcours
können sich selbst in der Kunst der 160 Zeichen versuchen und mit eigenen
Reimen an einem SMS-Gewinnspiel teilnehmen. Zudem zeigen Preisträger des
Sonderpreises Mobilfunk, der im Rahmen von Jugend forscht ausgelobt wurde,
welches wissenschaftliche Potential in der Mobilfunktechnologie steckt. An
weiteren Stationen werden Funktionsweise und technische Hintergründe der
mobilen Kommunikation erklärt. Teilnehmer können selbst aktiv werden und
testen, wie stark die Sendeleistung des eigenen Handys ist.
Der Mobilfunk-Parcours soll Jugendlichen ein grundlegendes
Verständnis für die technischen Hintergründe des Mobilfunks vermitteln und sie
zu einem sinnvollen Umgang mit mobiler Kommunikation anregen. Damit erfüllt das
IZMF Forderungen von Medienwissenschaftlern, die eine frühzeitige Vermittlung
von Handykompetenz für notwendig erklären. Eltern und Lehrer sollten nach
Expertenauffassung frühzeitig Regeln im Umgang mit Mobiltelefonen weitergeben.
So kann sich der Nachwuchs damit auseinandersetzen, wie mobile Kommunikation
und soziales Verhalten zusammenpassen und vor allem wie ein
verantwortungsbewusster Umgang mit dem Mobiltelefon aussieht.
Auch in weiteren Projekten setzt sich das IZMF für die Vermittlung
eines richtigen Umgangs mit dem Handy ein. So bietet der Verein im „
Schulprojekt Mobilfunk“ Unterrichtsmaterialien für Pädagogen an, die das Thema
Mobilkommunikation aus verschiedenen Blickwinkeln aufgreifen. „Medienkompetenz
im Umgang mit Mobiltelefonen gehört zum Basiswissen für kommende Generationen“,
erklärt Dagmar Wiebusch, Geschäftsführerin des IZMF. „Mit der Entwicklung von
didaktisch aufgebautem Lehrmaterial wollen wir einen Beitrag dazu leisten, dass
junge Menschen auf die Anforderungen des Medienzeitalters vorbereitet werden.“
Die Materialien wurden mit lehrerfachlicher und wissenschaftlicher
Beratung erarbeitet. Bisher sind vier Unterrichtshefte erschienen für die
Fächer Deutsch, Physik, Technikunterricht sowie zu fachübergreifender
Projektarbeit. Die Hefte sind für einen Einsatz in den Klassen 5 bis 8
konzipiert. Das Heft „Text digital“, speziell konzipiert für den
Deutschunterricht, thematisiert den Sprachwandel durch neue
Kommunikationsformen wie SMS oder Internetchats. Denn Simsen, Chatten und
Telefonieren haben den Sprach- und Schreibstil der Jugendlichen beeinflusst.
Laut einer aktuellen Studie steht das Verschicken von SMS für Jugendliche an
erster Stelle der wichtigsten Handyfunktionen – noch vor dem Telefonieren. Das
Schreiben der auf 160 Zeichen beschränkten Mitteilungen hat eine neue Sprache
hervorgebracht, in der viele Abkürzungen und typisierte Gefühlsausdrücke
gebraucht werden. Besonderes Merkmal: Mit wenigen Zeichen lassen sich kompakte
Inhalte austauschen. So wird „Liebe Grüße“ zu LG. HDGDL steht für „Hab Dich
ganz doll lieb“.
Mittlerweile hat sich eine ausgefeilte Sprache entwickelt, die sich
für Außenstehende kaum noch entschlüsseln lässt. Für Jugendliche wird die
SMS-Sprache somit zu einer Art Geheimcode, den Eltern und Lehrer nicht
entschlüsseln können. Im Themenheft „Text digital“ werden neben der
Kommunikation durch Kurzmitteilungen noch weitere zentrale Formen mündlicher
und schriftlicher Kommunikation aufgegriffen. Sie sollen von den Schülern
bewusst angewendet werden. Die Inhalte des Themenheftes bieten vielfältige
Anregungen für den Deutschunterricht und holen die Jugendlichen in ihrer
Lebenswirklichkeit ab.
Das „Schulprojekt Mobilfunk“ bietet Unterrichtsmaterialien zu den
verschiedenen Aspekten der mobilen Kommunikation an. Neben Sachinformationen
enthalten die Hefte auch Unterrichtsideen und didaktische Hinweise. Sie können
beim IZMF kostenlos angefordert werden. Weitere Informationen hierzu gibt es
unter www.schulprojekt-mobilfunk.de. Gemeinsam mit dem VBE, dem
Berliner Landesinstitut für Schule und Medien (Lisum) und der Gesellschaft für
Medienpädagogik und Kommunikationskultur e.V. (GMK) bietet das IZMF regelmäßig
Fortbildungsveranstaltungen für Lehrer im Rahmen des Schulprojektes
an.
Über das IZMF:
Das Informationszentrum Mobilfunk (IZMF) ist
Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger, Medien sowie öffentliche und
private Einrichtungen zum Thema mobile Kommunikation. Es ist ein eingetragener
Verein, der von den Mobilfunknetzbetreibern gegründet wurde. Weitere Infos zum
Thema Mobilfunk bietet das IZMF unter der kostenlosen Hotline 0800/330 31 33
oder unter www.izmf.de.
Pressekontakt:
Informationszentrum
Mobilfunk e.V.
Fon: + 49 (0) 30 / 209 1698 – 0
Una Großmann
;
; Fax: + 49 (0) 30 /
209 1698 – 11
Hegelplatz 1, 10117 Berlin
Hotline: + 49 (0)
800 / 330 31 33
Internet: www.izmf.de