MUN ist die Abkürzung für „Model United Nations“, ein UNO-Planspiel, in dem internationale Politik im Rahmen der Vereinten Nationen simuliert und die Verhandlungen und Abstimmungen geübt werden. Dazu kooperieren wir mit der Juniorprofessorin für Friedens- und Konfliktforschung, Tanja Brühl und mit Dr. Klaus Roscher am Institut für Vergleichende Politikwissenschaft und Internationale Beziehungen der Universität Frankfurt am Main und einigen UN-Model-erfahrenen StudentInnen des Fachbereichs Gesellschaftswissenschaften.
Die Projektgruppe möchte den SchülerInnen die Möglichkeit geben, einmal auf eine etwas andere Art einen Einblick in die Arbeitsweise der Vereinten Nationen zu erhalten und sich mit den Themen des Globalen Lernens, u.a. mit Menschenrechten und der Nord-Süd-Problematik auseinander zu setzen. Die SchülerInnen werden nicht ZuschauerInnen, sondern aktive TeilnehmerInnen sein! Genauer: als Botschafter/innen eines Landes sollen sie dessen Interessen in der Generalversammlung vertreten.
Es werden je 1-2 SchülerInnen jeweils ein Land repräsentieren und versuchen, unter möglichst authentischen Bedingungen (Geschäftsordnung, proportionale Länderverteilung etc.), die themenspezifischen Positionen ihres Landes in Resolutionen unterzubringen und schließlich – falls Konsens besteht – darüber abzustimmen.
In anderen Ländern ist diese Art von praxisnahem Lernen sehr stark verbreitet und findet langsam auch in Deutschland immer mehr Fans.
Weshalb lohnt sich die Teilnahme am SchülerMUN?
Simulationen sind eine gute Möglichkeit des interaktiven und globalen Lernens. Die TeilnehmerInnen eignen sich neben Einzelheiten über die Funktionsweise der UNO und die Situation ihres Landes auch Schlüsselqualifikationen an: es werden rhetorische Fähigkeiten trainiert, da man die eigene Position in kurzer Zeit (meistens 90 Sekunden) in einer Rede vor vielen Menschen überzeugend darstellen muss. Dabei sind auch Kooperationsbereitschaft, Teamwork und diplomatisches Geschick gefordert.
Und wer einmal ein „Entwicklungsland“ wie Tuvalu, Bolivien oder auch Mali vertreten hat, weiß endlich, was der Begriff „Nord-Süd-Konflikt“ für diese Länder wirklich bedeutet und wie er sich in Verhandlungen äußert.
Zudem kann jede/r bei diesen Simulationen die eigene Persönlichkeit daraufhin testen, ob die Diplomatenlaufbahn für sie oder ihn in Frage kommen würde, ohne sich gleich auf den Weg nach New York, Genf oder Berlin machen zu müssen.
Interesse? Infos und Kontakt:
World University Service e.V. (WUS)
Dr. Linda Helfrich
Projekt “Globales Lernen im Dialog”
Goebenstr. 35
Tel.: 0611-9446170
FAX: 0611-446489
Mail: globaleducationweek@wusgermany.de

Österreich
Diese Seite per Email weiter empfehlen
Druckversion
Newsletter abonnieren





