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Schulklima und schulische Leistungen gleichzeitig verbessern

GwG bietet bundesweit professionelles Coaching zur Schulentwicklung an auf der Basis wissenschaftlich gesicherter und praktisch erprobter Konzepte - Die Umsetzung des Konzepts an einer Hauptschule wurde mit dem NRW-Preis "Gläserne Tafel" prämiert



Köln/Mainz: Anlässlich der GwG-Fortbildungstage vom 22. bis 23.06.2002 in Mainz stellte die Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie und Beratung, mit rund 5000 Mitgliedern der größte Fachverband für Psychotherapie und Beratung in Europa, ihren Ansatz zur Schulentwicklung vor und bietet Schulen Coaching und Beratung zur Schulentwicklung an.

 

"Der wissenschaftlich erprobte Personzentrierte Ansatz kann Schulen helfen, den großen Herausforderungen gerecht zu werden, vor denen sie nach Pisa, Erfurt und anlässlich der Diskussion um Ganztagsschulen stehen", sagte Herbert Schiffmann, Schulrat, in Mainz. Schiffmann, selbst jahrelang als Rektor einer Hauptschule tätig, hatte das Konzept "Personzentrierte Schule" konsequent an seiner Schule umgesetzt und dafür einen Preis des Landes NRW erhalten. Nach Schiffmann ist das besondere an dem Konzept, dass es aufzeigt, wie bei allen Unterschiedlichkeiten in jeder Schule eine Lernkultur geschaffen werden könne, in der sowohl die schulischen Leistungen gesteigert als auch soziale Kompetenzen gefördert und erworben würden. "Dabei", so Reinhold-Schmitz-Schretzmair, Schulpsychologe und GwG-Mitglied, "handelt es sich nicht um ein rein psychologisches Konzept, sondern um ein Konzept, das die schulischen Rahmenbedingungen anerkennt und moderne pädagogische Erkenntnisse berücksichtigt."

 

Im Mittelpunkt: gegenseitige Achtung und Aufrichtigkeit

 

Im Mittelpunkt von Personzentrierter Schulentwicklung steht, dass Schüler und Lehrer lernen, Schule als gemeinsames Werk zu begreifen. Dazu gehört, dass sie sich gegenseitig achten und aufrichtig miteinander umgehen können, sich differenzierter wahrnehmen und ein selbstverantwortliches Klima von Offenheit und Wertschätzung und gegenseitiger Einfühlung entwickeln können. Methoden, wie ein solches Klima entstehen kann, haben der amerikanische Psychologen Carl Rogers und sein deutscher Kolleger Reinhard Tausch entwickeltet und in Schulen mit hunderten Schülern erfolgreich erprobt.

 

Kein Wundermittel

 

Bei dem Konzept handele es sich nicht um einen Schnellschuss nach Erfurt oder ein Wundermittel, so Karl-Otto Hentze, Bundesgeschäftsführer der GwG in Köln, sondern um ein Konzept, das ständig weiterentwickelt werden muss. Angesichts der vielfältigen Probleme, an den Schulen, die durch PISA und Erfurt überdeutlich geworden sind, bietet das Konzept "personzentrierte Schule" hervorragende Lösungen an. "Gerade heute", sagte Hentze, "ist die Umsetzung des Konzepts Personzentrierter Schule so aktuell und notwendig wie nie zuvor, weil es eben auch Gewaltprävention aller erster Güte beinhaltet. Wir hoffen, dass sich viele Schulen an uns wenden."

 

In der Personzentrierten Schule gibt es ganz unterschiedliche Ansatzmöglichkeiten, wie z.B. Konflikttraining oder Mediation. Diese können aber nur dann die angestrebte Wirkung entfalten, wenn sie in ein Schulklima eingebettet sind, in dem die wesentlichen Prinzipien der "personzentrierten Schule" zur Anwendung kommen. Zum einen können Schulleiter und Lehrer geschult werden, hinzu kommt die Möglichkeiten, Konfliktlotsen auszubilden und anderes mehr. "Allerdings", warnt Schiffmann, Konfliktlotsen auszubilden alleine reicht eben nicht", viel wichtiger sei, dass diese Schülerkonfliktlotsen in die Klassen gingen und dort Konflikttrainings mit allen anderen Schülern machten. "Im Konfliktfall muss jeder Schüler sofort wissen, was er tun kann." Voraussetzungen zur Verbesserung schulischer Leistungen sind nach dem Personzentrierten Ansatz beispielsweise auch Methoden- und Lernstrategietrainings, Schullaufbahnberatung, Berufsberatung und anderes mehr; hinzu kommt die Bereitschaft der Lehrer zu lernen, wie sie sich effektiv um die persönlichen Sorgen von Schülern kümmern und Verständnis zeigen können und wie sie situationsflexible Reaktionsmöglichkeiten erweitern können.

 

Nur lächeln reicht nicht

 

"Besonders wichtig ist", erläuterte Herbert Schiffmann, "dass es nicht darum geht, dass alle nur freundlicher miteinander umgehen, sondern ganz handfest darum, dass Lehrer und Schüler lernten, Empfindungen offen und ehrlich auszudrücken." Aus Erfahrung weiß Schiffmann, dass Kinder durchaus damit leben können, wenn ein Lehrer auch mal ausrastet, wenn er auf der anderen Seite in der Lage ist, den Schülern auch Anerkennung und Lob zukommen zu lassen. "Authentische Lehrer sind das, was Schüler brauchen und auch lieben", sagte Schiffmann. Gefühle ehrlich auszudrücken, gilt übrigens für Schüler ebenfalls.

 

Wissenschaftliche Forschungsergebnisse und praktische Umsetzungsergebnisse hat die GwG in einem Reader zusammengestellt. Adresse: Gesellschaft für wissenschaftliche Gesprächspsychotherapie, Melatengürtel 125a, 50825 Köln, Tel.: 0221 925908-0

 

Ansprechpartner/Interviewpartner für die Medien:

 

  • Karl-Otto Hentze, Diplom-Psychologe und Bundesgeschäftsführer der GwG, Tel.: 0221 925908-0
  • Herbert Schiffmann, Schulrat, Telefon 0171 4491919
  • Reinhold Schmitz-Schretzmair, Schulpsychologe, Telefon: 02202 139011

 


Ursula Reinsch
Blickpunkt Journalistenbüro/Medienagentur
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Telefon: 0221 / 6860-10 · Telefax: 0221 / 6860-18
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http://www.gwg-ev.org/cms/cms.php?textid=101

 

 


 
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