"Was ist aus der damaligen Ankündigung von Gesetzesinitiativen zum
Verbot
von gewalt-verherrlichenden Ego-Shooter-Spielen geworden? Auch
die
Hersteller dieser Spiele haben damals versprochen, alle
Anstrengungen zu
unternehmen, um in den Internetforen und den
entsprechenden Chatrooms
auffällige Teilnehmer mit extremen
Gewaltphantasien zu identifizieren und
besser zu kontrollieren.
Leider ist es in beiden Fällen bei bloßen
Ankündigungen geblieben",
sagte Meidinger.
Der DPhV fordere die Politik auf, jetzt endlich zu
handeln: "Neben
der sofortigen Indizierung von Ego-Shooter-Games müssen auch
die
Spielehersteller endlich in die Pflicht genommen werden - und das
sollte auch Haftungsfolgen mit einschließen." Der Vorfall habe zudem
die Augen dafür geöffnet, wie leicht es offenbar für einen
entsprechend
motivierten Jugendlichen sei, sich per Internet Baupläne
für Bomben und
selbst Waffen zu besorgen. "Solchen
Internetwaffenhändlern ist schleunigst
das Handwerk zu legen."
Es sei falsch verstandene Liberalität und auch
letztendlich eine
Kapitulation vor der Softwareindustrie, wenn der
Gesetzgeber wieder
untätig bleibe.
Natürlich, so Meidinger, garantiere ein Verbot von
gewaltverherrlichenden Computerspielen nicht, dass sich Vorfälle wie
der Amoklauf eines Schülers im nordrhein-westfälischen Emsdetten
nicht
wiederholten. Ein Verbot signalisiere aber nicht nur
gesellschaftliche
Ächtung, sondern entziehe gefährdeten Jugendlichen
die für ihre
Selbstinszenierungen notwendigen
Community-Plattformen.
Pressekontakt:
DPhV - Deutscher
Philologenverband
Eva Hertzfeldt
Pressesprecherin
Telefon: 030 - 40 81
67 89
Mobil: 0172 - 305 08 67
EMail: presse@dphv.de


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