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Bayerischer Landtag startet parlamentarischen Spieleabend

Politik muss sich mit Phänomen Computerspiele auseinandersetzen" - München (pte/18.03.2009/13:50) - "Die Spielekompetenz als wichtiger Bestandteil der Medienkompetenz wird für Eltern, Lehrer, Jugendliche und Politiker immer wichtiger". Mit dieser Einschätzung nimmt Eberhard Sinner, medienpolitischer Sprecher der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag www.bayern.landtag.de, Bezug auf die aktuell hitzig geführte "Killerspiel"-Debatte in Deutschland.




Über Computerspiele und ihre Auswirkungen werde immer wieder diskutiert, wie auch jüngst nach dem Amoklauf von Winnenden. "Ich halte es daher für dringend erforderlich, dass wir uns intensiv und konkret mit dem Phänomen Computerspiele auseinandersetzen", betont Sinner. Um sich ernsthaft dieser Thematik annehmen zu können, wird der CSU-Politiker am 17. Juni 2009 einen parlamentarischen Spieleabend im Bayerischen Landtag veranstalten. Dort sollen mit Vorträgen die verschiedenen Aspekte des Themas "Games" beleuchtet und anschließend den Mitgliedern aller Fraktionen Gelegenheit gegeben werden, sich selbst ein Bild von zahlreichen Spielen zu machen.

 

"Computerspiele werden zumeist sehr schnell als Sündenbock herangezogen. Dass die Verantwortung für derart tragische Ereignisse wie in Winnenden in Wirklichkeit ganz wo anders zu suchen ist, bestätigt die Realität der hunderttausenden Gamer, die nicht zum Amokläufer werden", stellt Hans Solar, Lehrgangsleiter am Games College http://www.games-college.at , gegenüber pressetext fest. Um die Öffentlichkeit vom einseitigen Negativimage von Computerspielen zu befreien, sei aber noch einiges an Aufklärungsarbeit notwendig. Für diejenigen, die sich eingehend mit diesem Thema beschäftigen, sei die 'Killerspiel'-Diskussion ohnehin schon seit geraumer Zeit völlig obsolet. Die Durchführung eines parlamentarischen Spieleabends sei in dieser Hinsicht prinzipiell sicherlich sinnvoll. "Es muss aber die Bereitschaft der Politiker vorhanden sein, sich wirklich auf das Thema einzulassen. Es bringt nichts, wenn man bereits mit einer vorgefassten Meinung in diese Diskussion hineingeht", meint Solar.



Begrüßt werden die Pläne Sinners auch vom Bundesverband Interaktive Unterhaltungssoftware (BIU) http://www.biu-online.de. "Diese Veranstaltung belegt, dass sich die Bayerische Politik differenziert mit dem Thema Computer- und Videospiele auseinandersetzt", erklärt BIU-Geschäftsführer Olaf Wolters. Der Bundesverband begrüße den Computerspieleabend ausdrücklich und habe hierzu bereits seine "aktive Unterstützung" zugesagt. Erst kürzlich hatte sich der BIU strikt gegen das von der CDU/CSU-Fraktion geforderte generelle Verbot von sogenannten "Killerspielen" ausgesprochen und dieses als "vollkommen unangemessen" und "nicht zielführend" abgelehnt (pressetext berichtete: http://pressetext.com/news/090313022/). "Ein generelles Verbot solcher Spiele wäre kompletter Schwachsinn. Nur weil jemand einen Ego-Shooter spielt, heißt das noch lange nicht, dass er eine Waffe in die Hand nimmt und Amok läuft. Diejenigen, die jetzt lauthals ein Verbot fordern, sollten ihr Augenmerk vielmehr auf die Probleme im sozialen Umfeld des Täters richten und sich fragen, warum dieser so leicht Zugang zu Waffen haben konnte", so Solar abschließend.




Aussender: pressetext.deutschland
Redakteur: Markus Steiner
email: steiner@pressetext.com
Tel. +43-1-81140-317


 
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