"Man kann gar nicht früh genug anfangen, schon die jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft an die wunderbare Welt der Bücher heranzuführen", sagt Lautenschläger, der seit Jahren Projekte der Stiftung Lesen fördert. Unter deren Federführung steht auch die Heidelberger Initiative, die von der Universitäts-Frauenklinik und der Heidelberger Stadtbücherei unterstützt wird. Die bundesweit tätige Mainzer Stiftung ist Experte in Sachen Leseförderung: "Vorlesen ist einfach die unkomplizierteste und preiswerteste Investition in die Zukunft unserer Kinder und sie wird immer wichtiger", erklärt Heinrich Kreibich, Geschäftsführer der Stiftung Lesen, "denn Fakt ist, dass heute in zwei Drittel aller Haushalte mit Kindern bis 10 Jahren nicht mehr vorgelesen wird."
Am Anfang wollen Babys am liebsten trocken, warm und satt sein. Darüber hinaus ist liebevolle Zuwendung das "A & O" einer rundum glücklichen Entwicklung. Gerade das Bilderbuchbetrachten bietet dafür die besten Voraussetzungen. Die Babys lauschen der vertrauten Stimme, genießen die intensive Zuwendung und lernen ganz beiläufig die Welt der Sprache und der Bücher kennen. "Wir freuen uns sehr, dass wir Dank dieser Aktion den "jungen" Eltern, jenseits der direkten medizinischen Fürsorge nach der Geburt, auch praktische Anregungen zur individuellen Förderung ihres Kindes mit auf den Weg geben können", erklärte Prof. Dr. Sohn, Ärztlicher Direktor der Universitäts- Frauenklinik Heidelberg.
Wie Vorlesen und Erzählen mit Babys und Kleinkindern aussehen kann,
erklären die Materialien von "Lesestart - Heidelberg schenkt Kindern Zukunft".
Alle Eltern deren Babys in 2007 in der Frauenklinik geboren werden, bekommen
vom Klinikpersonal ein 5-teiliges Lesestart-Set überreicht. Dazu gehören ein
Info-Flyer, ein Vorleseratgeber mit vielen Tipps rund ums Vorlesen für Babys
und Kleinkinder, ein Ravensburger Bilderbuch, ein kleines Mitmach-Tagebuch, das
gegen Ende des ersten Lebensjahres gestaltet werden kann, und ein Poster fürs
Kinderzimmer. Alle Teile sind in einer praktischen Stofftasche verpackt. In
2008, wenn das Kind ein Jahr alt ist, können sich die Eltern in der
Heidelberger Stadtbücherei kostenlos das zweite, fortführende Set abholen. Zur
Erinnerung liegen dem ersten Set ein Brief und Informationsmaterial der
Bücherei bei. "In den Lesestart-Materialen wird u.a. betont, wie wichtig
Rituale für Babys und Kinder sind. Wir würden uns sehr freuen, wenn dazu auch
der Büchereibesuch mit einem Kind zählt: Denn wo sonst kann man so ungestört in
einem Meer von Bilder- und Kinderbüchern stöbern und sie dann sogar noch
ausleihen", meint Regine Wolf-Hauschild, Direktorin der Stadtbücherei
Heidelberg.
Vorbild für das Heidelberger Projekt ist ein sächsisches Modellprojekt, das die Stiftung Lesen gemeinsam mit dem Sozialministerium des Freistaates Sachsen, dem Bundesfamilienministerium und dem Ravensburger Buchverlag durchführt. Und ab Sommer 2008 haben viele Kinder in ganz Baden-Württemberg Gelegenheit in den Genuss eines Lesestart-Sets zu kommen: Dank der Unterstützung zahlreicher Unternehmen der Papier- und Druckindustrie - u.a. auch der Heidelberger Druckmaschinen AG - werden in zwei aufeinander folgenden Jahren bundesweit 500.000 Einjährige mit einem ähnlichen Lesestart-Set versorgt, das Eltern beim Kinderarzt im Rahmen einer kinderärztlichen Untersuchung erhalten.
Mehr Infos zum Thema "Lesestart" finden Interessierte im Internet unter www.stiftunglesen.de unter der Rubrik "Aktuelle Projekte".
Ansprechpartner für die Presse:
Sabine Bonewitz, Projektkommunikation
im Referat "Familie &
Kindergarten"
Tel: 06131 /28890 - 39
Sabine.bonewitz@stiftunglesen.de
Christoph Schäfer, Leiter der Pressestelle
Tel: 06131-2889028
Christoph.Schaefer@stiftunglesen.de
Weitere Informationen:
http://www.stiftunglesen.de
URL dieser Pressemitteilung: http://idw-online.de/pages/de/news194028


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