In einem Memorandum setzten sie sich unter anderem dafür ein, Kindergärten schrittweise beitragsfrei zu machen. Auch die amtierende Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Ute Erdsiek-Rave (SPD), forderte eine "optimale Frühförderung" von Kindern. BDA sowie Konrad-Adenauer-Stiftung und Robert-Bosch-Stiftung setzten sich in ihrem Memorandum dafür ein, den Kindergarten zur "vollwertigen ersten Stufe des Bildungssystems" aufzuwerten. Sie forderten einen Kindergartenbesuch für alle Kinder ab drei Jahren bis zur Einschulung und eine schrittweise Beitragsfreiheit der Einrichtungen. Die Fachkräfte für Kindertagesstätten sollen dem Memorandum zufolge an Hochschulen pädagogisch ausgebildet werden. Auch Sprachtests sollen demnach für alle Kinder im Kindergartenalter verpflichtend eingeführt werden, damit vor allem ausländische Kinder bis zur Schule über ausreichende Deutschkenntnisse verfügen.
Erdsiek-Rave verwies darauf, dass besonders Kinder aus bildungsfernen Familien oder Familien mit Migrationshintergrund von einem frühen Besuch guter Kindertagesstätten profitierten. Erklärtes Ziel der KMK sei es, den in Deutschland zu engen Zusammenhang zwischen sozialer Herkunft und Bildungschancen aufzulösen. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin sprach sich zudem dafür aus, mittelfristig in allen Bundesländern zumindest das letzte Kindergartenjahr vor der Einschulung gebührenfrei anzubieten.
Die Vorsitzenden des Forums Bildung in der SPD forderten eine "Offensive für den Ausbau der frühkindlichen Bildung". Die rheinland-pfälzische Bildungsministerin Doris Ahnen, die Bundestagsabgeordnete Ulla Burchardt und SPD-Präsidiumsmitglied Christoph Matschie verlangten ebenfalls die schrittweise Abschaffung der Kindergartengebühren sowie einen Ausbau von Betreuungsplätzen. Zudem setzten sie sich für eine intensive Sprachförderung und Bildungspläne für Kindergärten ein.
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/wissenschaft/bi ldung/352894

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