Die Erklärung trage den Titel "Gutes Zusammenleben - klare Regeln", berichtet die Tageszeitung "Die Welt". Das Thema sei besonders wichtig, da in Deutschland rund 15 Millionen Menschen mit Migrationshintergrund leben. Die Regierung erwartet, dass ab dem Jahr 2010 in den Großstädten "bereits jeder zweite unter 40 Jahren" zu diesem Personenkreis zählen wird. Derzeit bestünden "bei der zweiten und dritten Generation deutliche Integrationsdefizite".
Gefordert werde von Zuwanderern die Bereitschaft, das "Grundgesetz und die gesamte Rechtsordnung vorbehaltlos zu akzeptieren", berichtet die "Welt". Zudem müssten sie durch das Erlernen der deutschen Sprache ein "sichtbares Zeichen der Zugehörigkeit zu Deutschland" setzen. "Dies erfordert Eigeninitiative, Fleiß und Eigenverantwortung", heißt es demnach in der Absichtserklärung. Auf Seiten der Aufnahmegesellschaft seien Akzeptanz, Toleranz, zivilgesellschaftliches Engagement und die Bereitschaft nötig, Menschen ehrlich willkommen zu heißen, die rechtmäßig in Deutschland lebten.
"Es gilt, ein gemeinsames Verständnis von Integration zu entwickeln, das wechselseitige Pflichten und Rechte begründet: für Migranten wie für die heimische Bevölkerung", zitiert die "Welt" aus dem Papier. Auf sechs Feldern sehe die Regierung Handlungsbedarf: Integrationskurse weiterentwickeln, schon im Kindesalter die deutsche Sprache fördern, gute Bildung und Ausbildung sichern sowie Arbeitsmarktchancen erhöhen, Lebenssituation von Frauen und Mädchen verbessern, Integration vor Ort unterstützen, Bürgergesellschaft stärken.
http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/politik/deutsch land/342556


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